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Benelux-Staaten müssen nach Fortis nun auch Dexia retten - 6,4-Milliarden-Paket

30.09.2008FINANZKRISE IN EUROPA ANGEKOMMEN

Benelux-Staaten müssen nach Fortis nun auch Dexia retten - 6,4-Milliarden-Paket

Die weltweite Finanzkrise hat mittlerweile auch Europa fest im Griff. Am heutigen Dienstag konnte der belgische Immobilienfinanzierer Dexia nur durch milliardenschwere Finanzspritzen vor dem Aus gerettet werden. Die Regierungen von Belgien, Frankreich und Luxemburg schnürten ein insgesamt 6,4 Milliarden Euro schweres Rettungspaket für das Finanzunternehmen, für das wieder einmal der Steuerzahlen aufkommen muss. Dexia-Chef Axel Miller hat indessen seinen Rücktritt angeboten.

Belgien und Frankreich steuern jeweils drei Milliarden Euro zur Rettungsaktion des angeschlagenen Immobilien-Riesen bei. Auf französischer Seite übernimmt die Regierung eine Milliarde, und das staatliche Kreditinstitut Caisse de Dépots et de Consignations (CDC) zwei Milliarden Euro. Luxemburg steuert 376 Millionen Euro bei. Belgiens Premierminister Yves Leterme sprach nach einer nächtlichen Verhandlungsrunde am Dienstagmorgen von einer „wichtigen und komplexen Übereinkunft".

Am Montag war die Dexia-Aktie um 31 Prozent eingebrochen, nachdem Gerüchte über die mangelnde Zahlungsfähigkeit des Immobilienfinanzierers aufgekommen waren. Am Dienstag wurde die Aktie vom Handel ausgesetzt. Auch in Frankreich ist die Panik mittlerweile greifbar. Frankreichs Ministerpräsident Nicolas Sarkozy kündigte in Paris an, noch am heutigen Dienstag die Chefs der französischen Bank- und Versicherungshäuser zu Gesprächen treffen zu wollen.

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Dexia ist als größter weltweiter Finanzierer von Immobilienkrediten für Kommunen Rivale der Depfa, die mit Fehlspekulationen am US-Hypothekenmarkt ihren Mutterkonzern Hypo Real Estate an den Rand des Abgrunds brachte. Erst am Montag hatten sich die Regierungen Belgiens, der Niederlande und Luxemburgs den Finanzkonzern Fortis mit einer Beihilfe von 11,2 Milliarden Euro vor dem Kollaps bewahrt. Alle drei Regierungen übernehmen 49 Prozent des Fortis-Zweigs in den jeweiligen Ländern. (mre)

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