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Abwrackprämie stößt auf geteiltes Echo - Konjunkturstütze oder Strohfeuer?

17.04.2009EINE KRÜCKE, DIE WIRKT

Abwrackprämie stabilisiert Europas Automarkt - Deutschland Vorreiter

Die meisten Automärkte Europas erleben dank der eingeführten, staatlichen Abwrackprämie einen stabilen Halt in der finanzkrisenbedingten Berg- und Talfahrt der Automobilbranche. Wie Herstellerverbände nun bekannt gaben sind viele der Länder, die die Umweltprämie eingeführt haben von der Absatzkrise weniger stark getroffen worden.

Obwohl die Verkaufszahlen in Europa im März 2009 um neun Prozent zurückgingen und damit auch der Absatz den elften Monat in Folge schrumpfte, verschaffte die Abwrackprämie Deutschland einen Bilanz-Plus. Die hiesigen Autohändler verkauften im Frühlingsmonat rund 40 Prozent mehr Neuwagen als im Vorjahresmonat, berichtet der Verband der Deutschen Automobilindustrie VDA und die Europäische Herstellervereinigung ACEA.

Damit war aus Quartalssicht Deutschland das einzige Land das zulegen konnte, dank einem Plus von 18 Prozent. Auch im Nachbarland Frankreich verkauften die Händler im letzten Monat 8 Prozent mehr PKW, Italiens Absatz blieb hingegen fast konstant. „In allen genannten Ländern, haben die Regierungen Verschrottungsprämien aufgelegt", so der VDA.

Den Erfolg zum Anreiz nehmend, entdeckten auch Schwellenländer wie China das Modell der staatlichen Zuschüsse als Kaufanreiz für Neuwagen. Als Belohnung legte die Volksrepublik in den Autoverkäufen im ersten Quartal 2009 um vier Prozent zu.

Die Kehrseite der Medaille bekamen andere Länder zu Gesicht: Großbritanniens Verkaufszahlen sanken um fast 31 Prozent, Spaniens sogar um knapp 29 Prozent.

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Insgesamt gingen die Autoverkäufe vergangenen Monat europaweit zurück. Die 27 EU-Länder sowie die Schweiz, Island, Norwegen und Liechtenstein brachten im März rund 1,51 Millionen Neuwagen an den Kunden. Nach Aussage des VDA verbuchte der europaweite Automobilabsatz mit 3,4 Millionen Autos im ersten Quartal 17 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahr. (sdo)

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