Immer weniger Menschen stecken sich derzeit mit der Schweinegrippe an. Dennoch betonen das Robert-Koch-Institut sowie die Weltgesundheitsorganisation WHO: Es gibt noch immer keinen Grund zur Entwarnung. Unterdessen sind in Deutschland erstmals zwei Fälle von Resistenzen gegen das Grippemittel Tamiflu nachgewiesen worden.
Der Höhepunkt der Schweinegrippe-Pandemie scheint bereits überschritten zu sein, doch die Ausbreitung geht voran.
In Deutschland sank die Zahl der gemeldeten Neuerkrankungen in der vergangenen Woche weiter, wie die Arbeitsgemeinschaft Influenza und das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilten. Letzte Woche gab es 6.000 neue Erkrankte, fast fünfmal weniger als noch vor vier Wochen. Bislang wurden dem RKI zufolge insgesamt 203.713 Infektionen gemeldet, darunter 119 Todesfälle.
Trot rücklaufiger Zahl der Schweinegrippe-Erkrankten will weder das RKI noch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Entwarnung geben. „Die neue Grippe ist nicht verschwunden", sagte RKI- Präsident Jörg Hacker letzte Woche in Berlin.
Auch die WHO warnt nachdrücklich davor, die Schweinegrippe als überstanden zu betrachten. Das Virus habe zwar in Teilen der nördlichen Hemisphäre seinen Höhepunkt erreicht oder sogar überschritten und sei im Süden kaum noch existent, dennoch könne noch eine zweite Grippe-Welle - beispielsweise im Frühjahr - kommen, sagte der WHO-Vertreter Keiji Fukuda.
Über die Situation in Europa äußerte sich der RKI-Präsident ähnlich: „Es gab eine Welle von Erkrankungen in Europa Anfang November, die ist mit Ausnahmen rückläufig. Aber es ist durchaus möglich, dass das Virus uns erhalten bleibt und dass wir im späten Winter oder im Frühjahr eine weitere Welle bekommen", erklärte Hacker und riet indes vor allem Schwangeren sich schützen zu lassen.
Dabei sei ein neuer Impfstoff für Schwangere angeschafft worden, bei welchem unangenehme Nebenwirkungen wesentlich seltener auftreten sollen. Zu diesem Impfstoff ohne Zusätze hatte die Ständige Impfkommission des RKI geraten.
Unterdessen sind in Deutschland erstmals bei Schweinegrippe-Patienten Resistenzen gegen das Grippemittel Tamiflu nachgewiesen worden. Das Universitätsklinikum Münster hat am 18.12.2009 über die ersten Resistenzen bei zwei Patienten, eine Zehnjährige und einen 31 Jahre alten Mann, berichtet. Die beiden Betroffenen seien mit Vorerkrankungen und einer „schwachen Abwehr" in das Klinikum eingetroffen und wurden mit einem Alternativ-Grippemittel behandelt, teilte die Klinik mit.
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Tamiflu-Resistenzen wurden bereits in anderen Ländern wie Norwegen, Großbritannien und Dänemark nachgewiesen. Bisher berichtete die WHO weltweit von über 30 Ländern mit insgesamt mehr als 100 Fällen einer Resistenz gegen Tamiflu.
Ewaldo4 (22.12.2009 15:09)Pandemiewelle ebbt ab
Na bitte, jetzt muss aber schleunigst was anderes her! Habe ich da richtig gehört, in Holland ist die Ziegengrippe ausgebrochen? Das ist ja wieder sehr beängstigend! Vielleicht passt ja der Impfstoff der Schweinegrippe, wäre ja auch schade wenn der verkommen müsste!! Aber scheinbar hat es nicht nur Ziegen erwischt; im Garten fand ich, als der Schnee geschmolzen war, einen Regenwurm, der sich am Boden kringelte, leider konnte der mir nicht sagen, ob vor Lachen; oder ob da schon die nächste Pandemie im Anzug sei. Damit also fröhliche Weihnachten und für alle Lobbyisten gute Boni, auch in 2010!