"Wer Grippe hat, hat H1N1", hat der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Jörg Hacker, zu Protokoll gegeben. Sich Impfen zu lassen sei derweil der einzig wirksame Schutz gegen die Schweinegrippe.
Das Robert-Koch-Institut wies in der vergangenen Woche bei Influenza-Viren ausschließlich H1N1-Viren nach. "Wir sehen bisher noch keine saisonalen Viren", so Hacker. Wegen des schnellen Anstiegs der Fallzahlen, der deutlich früher einsetzte als bei der saisonalen Grippe, rief das Institut nochmals zum Impfen gegen die Schweinegrippe auf.
Der RKI-Präsident war der Meinung, es sei künftig durchaus möglich, "dass dieser neue Virus Teil des saisonalen Grippe-Geschehens in den nächsten Jahren werden wird." In der Vergangenheit habe es immer drei Grippestämme gegeben. "In Zukunft hätten wir möglicherweise mit H1N1 einen vierten Stamm, oder einer der drei bisherigen wird verdrängt." Es gäbe bereits internationale Forschungsarbeiten, um einen Grippe-Impfstoff zu finden, der alle Influenza-Viren umfasse.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilte am gestrigen Donnerstag in London mit, dass sich in einigen Ländern 70 Prozent der Grippekranken mit dem Schweinegrippe-Virus infiziert haben. Die in 20 Ländern eingesetzten Impfstoffe seien "sehr sicher", wie WHO-Grippespezialist Keiji Fukuda betonte.
Die Pandemie erwies sich bislang als besonders tückisch. Die Ansteckungsgefahr ist nicht nur sehr hoch, das RKI teilte auf seiner Homepage mit: "Es kann sogar vorkommen, dass infizierte Menschen bereits vor den ersten Symptomen Viren übertragen". Dies gelte jedoch als Ausnahmefall.
"Die Inkubationszeit des neuen Influenza-Virus scheint ähnlich wie bei der saisonalen Influenza zu sein: Im Allgemeinen ein bis zwei Tage, es können aber auch bis zu vier Tage sein", erklärte Susanne Glasmacher, Pressesprecherin des Robert-Koch-Instituts in Berlin.
Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen sind einige der Symptome der Schweinegrippe, die ebenfalls bei der herkömmlichen Wintergrippe und auch bei anderen Krankheiten auftreten. Damit kann ein Erkrankter selbst zwischen den beiden Grippeformen unmöglich unterscheiden. Daher empfehlen viele Ärzte, sofort nach den ersten Symptomen einen Arzt aufzusuchen.
Eine weitere Ähnlichkeit zwischen den beiden Virenerkrankung gibt es hinsichtlich des Zeitraums, in dem Infizierte den Virus ausscheiden: "Generell werden Viren drei bis fünf Tage ab Auftreten der ersten Symptome ausgeschieden", erklärte die RKI-Sprecherin. Allerdings kann dieser Zeitraum bis hin zu sieben Tagen und in seltenen Fällen sogar noch länger andauern. "Bei kleinen Kindern wird davon ausgegangen, dass sie Viren mehr und für längere Zeit als Erwachsene ausscheiden können", so Glasmacher weiter.
Der neue Grippevirus kann beim Küssen, Niesen, Husten oder sogar Sprechen direkt von Mensch zu Mensch übertragen werden, was wiederum ähnlich wie bei der herkömmlichen Wintergrippe ist. Dennoch stuft das RKI den neuen Virus als ansteckender als die saisonalen Influenzaviren ein und befürchtet, dass davon eine größere Zahl von Menschen als bei einer saisonalen Welle betroffen sein wird. Mit einem Anstieg der Fallzahlen sind daher auch weitere Todesfälle zu erwarten. Darüber hinaus hat das pandemische Virus noch das Potenzial, durch genetische Veränderungen seine krankmachende Wirkung zu verstärken. Allerdings sind nach bisherigen Kenntnissen die Symptome in der Regel nicht schwerer ausgeprägt als bei der saisonalen Grippe, die Erkaltung verläuft meistens mild.
Derzeit sind über 30.000 Menschen in Deutschland mit dem H1N1-Virus infiziert worden. Die Grippe forderte hierzulande bisher neun Menschenleben. Weltweit sind bereits mehrere Hunderttausend Fälle bestätigt worden, die Zahl der Todesopfer liegt bereits bei weit über 5.000.
Verwandte Artikel
Obwohl vor allem in Deutschland nach wie vor große Skepsis gegenüber einer Impfung besteht, rechnen Experten angesichts der steigenden Fallzahlen mit zunehmender Impfbereitschaft. Allerdings besteht immer noch in mehreren Bundesländern ein Engpass bei den Impfstoffen. Einige Allgemeinmediziner weigerten sich deshalb bereits, neue Patienten zu impfen. (mme/ksa)
Tobias Martens (16.11.2009 09:16)Das Geschäft mit der Angst und dem Tod
EISKALTE LÜGEN - Mit diesem Instrument der Viren-Lügen und Ihren Vertretern wird EISKALT Geschäft gemacht.
Die Menschen werden von Ihrer Natur abgetrennt und belogen. Das können diese Ärzte nur deshalb weiter treiben, da Sie sich der Justiz in Ihrem Rücken sicher sind.
ABER wer genau hinter die Äußerungen schaut und manchen "VERSPRECHER" der Politiker oder auch deren grundsätzlichen Äußerungen ( z.B. Frau Süßmuth oder Frau Schmidt ), der erkennt, daß etwas NICHT stimmen kann.