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11.07.2008JE ÖFTER, DESTO BESSER

Regelmäßiger Sex im Alter hilft gegen Erektionsprobleme

Finnische Wissenschaftler haben im Fachblatt 'American Journal of Medicine' eine langjährige Studie über das Sexualverhalten älterer Menschen veröffentlicht. Das Ergebnis: Viel Sex hilft gegen Erektionsprobleme. Schwedische Wissenschaftler hingegen haben unter anderem auch herausgefunden, dass ältere Frauen heute häufiger sexuell aktiv und daher auch zufriedener sind, als noch vor etwa 30 Jahren.

Eine wissenschaftliche Studie schwedischer Forscher beweist, dass Frauen und Männer um die Siebzig heute ein aktiveres Sex-Leben und daher auch mehr Freude im Leben haben als Menschen in ihrem Alter noch vor zwanzig oder dreißig Jahren. Bei der Langzeit-Befragung von jeweils 70-Jährigen zwischen 1971 und 2000 ergab sich, dass die Zahl der verheirateten Männern mit aktivem Sexualleben von 52 auf 98 Prozent angestiegen ist. Bei ebenfalls verheirateten Ehefrauen nahm die Zahl von 38 auf 56 Prozent zu.

Auch bei nicht im Ehebundstehenden Damen und Gentlemen kletterte das Ergebnis von 0,8 auf stolze 13 Prozent sowie von 30 auf 54 Prozent hoch. Insgesamt befragten die Forscher rund 1.500 Männer und Frauen im Alter von 70 Jahren. „Unsere Studie zeigt, dass ältere Menschen sexuelle Aktivitäten und die dazu gehörenden Gefühle als natürlichen Bestandteil des Alters betrachten", erklärte der für die Studie verantwortliche Forscher Nils Beckman. Bei der Befragung gaben mehrere Frauen an, dass sie mit ihrem Sexualleben zufrieden sind. Auch der Anteil der Damen, die regelmäßig oder in Einzelfällen einen Orgasmus erleben, ist eindeutig gestiegen.

Und auch Männer trauen sich offenbar immer öfter, sich über ihre Unzufriedenheit und Probleme beim Sex zu äußern. Finnische Forscher haben herausgefunden, dass Männer im Alter zwischen 55 und 75 Jahren, die weniger als einmal pro Woche Sex haben, ein erhöhtes Risiko für Erektionsstörungen aufweisen. Bei ihren Altersgenossen hingegen, die mindestens einmal wöchentlich Geschlechtsverkehr erleben, sinkt das Risiko etwa um die Hälfte.

Für ihre Studie untersuchten die Wissenschaftler von der Urologieabteilung der Uniklinik im finnischen Tampere 989 ältere Männer. Darüber hinaus sind die Forscher auch der Meinung, dass die behandelnden Ärzte ihren Patienten zu regelmäßigem Geschlechtsverkehr raten müssen. Ob ein Viagra-Effekt an den Ergebnissen beteiligt war, konte nict ermittelt werden. (tde)

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