Susanne Stöcker vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat am gestrigen Donnerstag dem 'rbb-Inforadio' erklärt, dass die jüngsten Todesfälle in keinem Zusammenhang mit der Schweinegrippe-Impfung gestanden haben. Das Landratsamt des Unstrut-Hainich-Kreises teilte mit, der Tod eines 66-Jährigen aus Mühlhausen, der sich zuvor einer Schweinegrippe-Impfung unterzogen hatte, sei in Folge einer chronischen Atemwegserkrankung gestorben.
Die Expertin riet Eltern, ihre Kinder impfen zu lassen, besonders, wenn diese chronisch krank sind. Das PEI veröffentlichte eine Liste von Nebenwirkungen, die nach der Impfung auftreten können.
Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) sah keinen Zusammenhang zwischen der Schweinegrippe-Impfung und den jüngsten Todesfällen. Susanne Stöcker, Sprecherin des Bundesinstituts, erklärte am Donnerstag im 'rbb-Inforadio': "Es handelte sich in allen Fällen um Menschen, die sehr schwer krank waren. Sie sind zum Teil an Reaktionen gestorben, die direkt in Zusammenhang mit ihrer Krankheit standen, so dass wir bis jetzt davon ausgehen müssen, dass die Impfung zufällig vorher in Anspruch genommen wurde." Chronisch kranke Kinder könnten und sollten ohne Bedenken geimpft werden. "Das Virus wirkt bei ganz jungen chronisch kranken Menschen besonders gefährlich", warnte Stöcker.
Das Landratsamt des Unstrut-Hainich-Kreises teilte am vergangenen Dienstag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft Mühlhausen mit, dass der 66-jährige Mann, der drei Tage vor seinem Tod geimpft wurde, nicht an Schweinegrippe verstorben war. Bei der Obduktion des Toten "konnte nicht festgestellt werden, dass zwischen dem akuten Herzversagen, das zum Tode führte, und der Impfung ein unsächlicher Zusammenhang besteht." Das berichtete das 'MDR Thüringen' hinsichtlich einer Mitteilung des Unstrut-Hainich-Kreises. Der Mann litt dem Landratsamt zufolge an einer chronischen Atemwegserkrankung. Am Freitag letzter Woche unterzog sich der Mann noch einer Schweinegrippe-Impfung, am vergangenen Montag war er in seiner Wohnung tot aufgefunden worden.
Die 'Bild'-Zeitung berichtete am heutigen Donnerstag, dass der Redaktion eine "detaillierte Auswertung des PEI" vorläge, die die Nebenwirkungen bei Impfungen mit dem Impfstoff Pandemrix protokolliere. Bisher seien 197 von 1,5 Millionen Patienten von Nebenwirkungen betroffen gewesen. Insgesamt seien 652 "unerwünschte Ereignisse" nach der Impfung aufgetreten. Meist litten die Geimpften an Schmerzen und Rötungen an der Einstichstelle sowie Allgemeinreaktionen wie Kopfschmerzen, Fieber, Müdigkeit und Muskelschmerzen.
In elf Fällen traten bei Patienten im Alter von 19 bis 64 Jahren allergische (anaphylaktische) Reaktionen auf, darunter Atemnot, an der die Betroffenen maximal 40 Minuten nach der Impfung litten. Fünf Patienten klagten über neurologische Reaktionen, die sich durch Schmerzen, Taubheitsgefühl und Kribbeln am rechten Arm, verminderte Berührungsintensität am Impfarm, Doppelbilder, Kopfschmerzen, Schwindel, Wortfindungsstörungen, Desorientiertheit, Gesichtsfeldausfälle, Übelkeit, Schüttelfrost, Gliederschmerzen, Gefühlsstörung im rechten Fuß, Taubheit der Zunge, Schwellung des Halses äußerten. Eine 44-jährige Patientin hatte zehn Minuten nach der Impfung einen Kreislaufkollaps.
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Stöcker, Sprecherin des PEI, sah trotzdem keinen Grund zur Beunruhigung: "Aufgrund der derzeit vorliegenden Daten ergibt sich kein Hinweis auf eine geänderte Nutzen-Risiko-Abwägung für Pandemrix." Sie merkte an, dass viele Symptome auch zufällig nach der Impfung aufgetreten sein könnten, jedoch nicht zwangsweise durch den Impfstoff verursacht sein müssten. (mme)
peter (19.11.2009 22:23)Hysterie
auf der Webseite von flucount wird alle 4 Stunden die weltweite Staistik zur Schweinegrippe aktualisiert
www.flucount.org
Deutschland ist dort mit 0,04% Toten pro Infektion auf der vorletzen Stelle.
Zeitungsartikel, die besagen, dass durch Vorerkrankungen eine Immunisierung eintreten kann scheinen recht zu haben.