Nur wenige Tage nachdem der 'Moskau Korrespondent' die heiße Meldung über Putins angebliche Affäre mit der Turnerin Alina Kabajewa veröffentlicht hatte, musste das russische Boulevardmagazin schließen. Doch einen politischen Hintergrund für das Aus für den 'Moskau Korrespondent' soll es nicht geben. Stattdessen eröffnet das russische Boulervardblatt nach der vorübergehenden Schließung bereits in wenigen Tagen wieder die Jagd nach den aktuellsten Meldungen.
Mit einem neuen Chefredakteur soll sich der 'Moskau Korrespondent' wieder die Gunst des scheidenden Präsidenten Putin sichern. Nur wenige Tage nach der vorübergehenden Schließung erscheint die runderneuerte Zeitung im neuen Gewand. Demnach kündigte der ehemalige Chefredakteur seinen Rücktritt bereits vergangene Woche an: „Es geht lediglich um eine vorübergehende Aufgabe des Geschäfts. In den kommenden Tagen wird dann eine Entscheidung über die neue Ausrichtung der Zeitung getroffen", verkündete der scheidende Redakteur Grigori Nejoroshev.
Alina Kabajewa
Unterdessen ist auch die weinende Journalistin, die Putin die Frage nach einer möglichen Blitz-Heirat mit Alina Kabajewa gestellt hatte, wieder getröstet. Nachdem der scheidende Präsident zunächst auf harsche Weise Respekt für sein Amt und vor seinem Privatleben einforderte, brach die Journalistin in echte Krokodilstränen aus. Auch ihre Kollegen schnitten die Angestellte vom 'Moskau Korrespondent' in der Folge.
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Doch am Ende war alles halb so schlimm, in einem Nebenraum erklärten Putin-Vertraute der Journalisten die abweisende Art des Präsidenten, und trösteten die Verzweifelte. Demnach sei es bei der Putin-Kritik nicht um sie gegangen, sondern lediglich um den qualitätslosen Journalismus, der über die angebliche Blitzhochzeit berichtet hatte, und so den mächtigsten Mann Russlands in arge Erklärungsnot gebracht hatte. (cai)