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16.07.2008FOKUS AUF GROSSEN TÖNEN

München rüstet sich für Olympia 2018 - und ist siegessicher

Während sich fast die ganze Welt auf die olympischen Sommerspiele in Peking vorbereitet, hat man in München bereits die Winterspiele im Kopf – allerdings nicht die nächsten, sondern die in 10 Jahren. Die bayerische Landeshauptstadt gab am Dienstag den offiziellen Startschuss zu ihrem Bewerbungsmarathon für die Winterspiele 2018. Die Verantwortlichen geben sich dabei sehr siegessicher.

Auf der ersten Sitzung der Bewerbergesellschaft München 2018 GmbH im Münchner Rathaus wurden nicht nur Personalentscheidungen getroffen - sondern auch gleich mächtig die Werbetrommel gerührt. „Für München hat es Tradition, den Zuschlag im ersten Anlauf zu kriegen. Es ist eine großartige Zukunfts-Perspektive für München, die erste Stadt weltweit zu werden, die nach Sommerspielen auch Winterspiele ausrichten darf.", verkündete Oberbürgermeister Christian Ude (SPD). Und der bei der Premierensitzung ebenfalls anwesende Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) wusste: „Ganz Deutschland freut sich auf die Winterspiele 2018 in München" und klang dabei so, als sie der Zuschlag für München schon beschlossene Sache.

In der Sitzung der Bewerbergesellschaft wurde Thomas Bach, Präsident des deutschen olympischen Sportbunds (DOSB) zum Vorsitzenden gewählt. Geschäftsführer wurde Wilfrid Spronk (62), der bisherige Olympia-Koordinator und Chef des Olympiaparks. Der neue „Macher" Spronk hat nun zunächst die Aufgabe, die Bewerbungskosten von 30 Millionen Euro bei deutschen Firmen einzutreiben, schließlich soll der Steuerzahler bei der Bewerbung nicht mithelfen müssen.

Der Bewerbungsplan für das Wintermärchen 2018 sieht vor, dass die Wettkämpfe in München, Garmisch-Partenkirchen und am Königssee stattfinden. Die Macher setzen selbstbewusst auf einen Sieg im ersten Anlauf und haben erst gar nicht einen Notfallplan für eine eventuelle Bewerbung 2022 in der Tasche.

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Die letzten drei Bewerbungen von deutschen Städten für olympische Sommer- oder Winterspiele scheiterten allesamt: Garmisch-Partenkirchen (für 1992), Berlin (für 2000) und Leipzig (für 2012). München sieht sich vor diesem Schicksal gefeit und will bis zur Entscheidung im Juli 2011 noch viel Arbeit investieren, um als Sieger hervorzugehen. „Es ist schon einige Zeit her, dass wir bei der Bewerbung um Olympische Spiele erfolgreich gewesen sind", erklärte Wolfgang Schäuble: „Wir tun alles dafür, dass wir es schaffen."

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