Vorjahressieger und Top-Favorit Haile Gebrselassie hat den Berlin Marathon in 2:04:26 Stunden gewonnen, und blieb dabei 29 Sekunden unter dem alten Weltrekord des Kenianers Paul Tergat. Für Gebrselassie war es bereits der 25. Weltrekord...
Vorjahressieger und Top-Favorit Haile Gebrselassie hat den Berlin Marathon in 2:04:26 Stunden gewonnen, und blieb dabei 29 Sekunden unter dem alten Weltrekord des Kenianers Paul Tergat. Für Gebrselassie war es bereits der 25. Weltrekord seiner Karriere. Bei den Frauen gewann ebenso wie im Vorjahr die Äthiopierin Gete Wami.
Der Berlin-Marathon ist eines der wichtigsten 42,195-km-Rennen der Welt und zählt neben New York, London, Chicago und Boston zu den World Marathon Majors, der Königsklasse der Marathonläufe. Der beste Mann und die beste Frau dieser Serie erhalten je eine halbe Million Dollar. Neben den Profis sind in Berlin auch Amateure startberechtigt. Insgesamt nahmen 40.215 Läufer aus 115 Nationen an dem Rennen teil.
250 Trainingskilometer lief Gebrselassie in der Woche – für viele Hobbysportler eine unglaubliche Zahl. Allerdings kann man für eine Antrittsgage von 250.000 Euro auch einiges erwarten, und Gebrselassie enttäuschte nicht. Verfehlte er im letzten Jahr den Weltrekord noch um 61 Sekunden, so konnte er diesmal bei klimatisch optimalen Bedingungen seine insgesamt fünfundzwanzigste Weltbestleistung aufstellen: „Ich habe Weltrekorde auf der Bahn gemacht, aber der Marathon ist etwas Einzigartiges“, sagte der 34-Jährige Äthiopier nach seinem vierten Sieg im siebten Marathonlauf seiner Karriere.
Zweifacher Olympiasieger und viermaliger Weltmeister über 10.000 Meter ist Gebrselassie schon, aber das ist ihm noch nicht genug: „Ich bin noch nicht am Ende meiner Träume. Im nächsten Jahr kommen die Olympischen Spiele in Peking und 2009 die WM in Berlin, das sind meine nächsten Ziele.“
Zweiter wurde der Kenianer Abel Kirui mit 2:06:49 Stunden vor seinem Landsmann Salim Kipsang mit 2:07:27. Bester Deutscher bei den Männern war Falk Cierpinski als 23. in 2:19:06 Stunden. Cierpinski, dessen Vater und Trainer Waldemar zweifacher Olympiasieger im Marathon ist, verpasste die Olympianorm damit nur knapp. Er hofft sie im nächsten Jahr doch noch zu laufen, um in Peking starten zu können.
Bei den Frauen gewann Gete Wami mit 2:23:17 vor der Wattenscheiderin Irina Mikitenko mit 2:24:52, die ihr Marathon-Debüt gab. Mikitenko, die die Olympianorm locker schaffte, gab sich zuversichtlich für die Zukunft: „Jetzt bin ich eine richtige Marathonläuferin und werde beim nächsten Mal ein ganzes Stück schneller laufen“, sagte sie nach dem Rennen. Auf sie kann sich Deutschland bei Olympia jetzt schon freuen. (tb)